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Wo sind meine Conversions?
4 Tipps zur Conversion Messung bei verknüpften AdWords Konten

15. November 2013 | AutorIn:andreas-neumann

Vielen AdWords-Nutzern ist folgendes Szenario sicherlich gut bekannt: Tagelang hat man Keywords recherchiert, Anzeigentexte verfasst und Budgets festgelegt. Jetzt ist der große Augenblick gekommen. Die Kampagne startet. Schon nach wenigen Stunden sind die ersten Impressions und Clicks zu messen. Aber bei den Conversions ist noch tote Hose.

Hm, na gut, vielleicht brauchen die User noch ein bisschen, um Käufe zu tätigen oder Anfragen abzuschicken. Doch mit jeder Stunde, wo der Conversion-Zähler auf 0 verharrt, steigt auch die Nervosität. Oje, haben wir etwas übersehen, wurde bei der Implementierung der Cookies ein Fehler gemacht? Um in solch einer Situation nicht in Panik zu verfallen, habe ich eine kurze Checkliste zusammengestellt, an der man sich bei der Fehlersuche orientieren kann.

1. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – Testen Sie Ihre Conversions!

Dieser Punkt ist ein absolutes Muss bei jeder auf Conversions ausgerichteten AdWords Kampagne. Natürlich sollte bereits im Vorfeld geprüft werden, ob alle Codes richtig implementiert sind. Dies entbindet einen jedoch nicht von der Verantwortung, nach Start der Kampagne noch einmal jede zu messende Conversion einzeln zu testen.

Wichtig dabei: Dokumentieren Sie Ihre Conversion Tests! Und zwar aus zwei Gründen. Zum einen können Sie im Falle eines Messfehlers die Conversion anhand Ihrer Dokumentation reproduzieren, was bei der Fehlersuche unglaublich viel Arbeit ersparen kann. Zum anderen sollten Sie beim Reporting Ihre Test-Conversions wieder herausrechnen. Was hilft Ihnen eine traumhafte Conversion Rate und unglaublich niedrige Costs per Conversion, wenn die Hälfte der Conversions aus Tests resultieren. Übertreiben Sie es deswegen beim Testen nicht. Ein Test pro Conversion-Art reicht im Normalfall aus. Werden Conversions nicht gemessen, muss natürlich so lange getestet werden, bis das Problem behoben werden konnte.

2. Wo bleiben die Daten? – Messung der ConversionsMenupunkt-AdWords-Kampagnen-in-Google-Analytics

Sind die Testconversions abgegeben worden, muss als nächstes überprüft werden, ob die erstellten Testconversions auch von den Mess-Tools korrekt erfasst worden sind. Dabei gilt es folgendes zu berücksichtigen:Der Weg der Conversions von Google Analytics in Ihr AdWords Konto dauert in der Regel 2 Tage.

Das bedeutet, dass Sie an den ersten beiden Tagen nach Kampagnenstart erst einmal überhaupt keine Conversion in Ihrem AdWords-Konto sehen werden. Da können so manchem Kontobetreuer schon die Schweißperlen auf die Stirn treten. Ein Blick in den verknüpften Analytics Account gibt aber dann meist Anlass zur Beruhigung.Gehen Sie in Ihren Google Analytics Account und sehen Sie unter dem Punkt Akquisition /AdWords / Kampagnen nach. Dort können Sie alle Conversions einsehen, die zwei Tage später auch in Ihr AdWords-Konto übertragen werden (natürlich zu dem jeweils passenden Tag).

Ein Beispiel: Eine Onlinebestellung, die am 01. November abgegeben wurde, ist innerhalb weniger Minuten auch im Analytics Konto zu sehen. Im AdWords-Konto werden am 01. November jedoch noch keine Conversion angezeigt. Am 3. November ist die Conversion dann jedoch zu sehen, wenn Sie die Daten vom 01. November aufrufen.

Sind im Analytics Konto die AdWords Zahlen zu sehen, können Sie sich entspannt zurücklehnen und warten bis die Daten zwei Tage später auch in AdWords eintrudeln. Sind im Analytics-Konto jedoch keine Daten zu finden, dann besteht Handlungsbedarf.

3. Zeig mir deine Cookies! – Track-Events kontrollieren

Prüfen Sie alle Seiten, auf denen eine Conversion ausgelöst werden sollte. Dort muss das Trackevent gesetzt werden und zwar genau so, wie das entsprechende Ziel im Google Analytics Account definiert worden ist. Fehlt dieser Tracking Code auf der Seite, wird kein Ereignis gemessen, somit in der Folge auch kein Ziel und keine Conversion.

Ein Tool mit dem sich auf einen Blick feststellen lässt, ob überhaupt ein Analytics oder Adwords Conversion Code eingebunden ist, heißt Ghostery. Dieses Addon für Firefox und Google Chrome zeigt beim Aufruf einer Seite per Overlay-Einblendung am Bildschirmrand an, welche Tracking-Cookies auf der Website in Aktion sind. Was eigentlich als Hilfstool zum Blockieren unerwünschter Third-Party-Cookies gedacht ist, lässt sich so auch angenehm zur Kontrolle vorhandener Tracking-Codes  anwenden.

Ghostery-Overlay-auf-aviseo-at

4. Über Grenzen hinweg – Cross Domain Tracking

Findet die Conversion nicht auf Ihrer Website direkt statt, sondern bspw. in einem iFrame einer Third-Party-Website, so ist darauf zu achten, dass das Cross Domain Tracking korrekt umgesetzt wurde. Eine genaue Anleitung dazu finden Sie hier: https://developers.google.com/analytics/devguides/collection/gajs/gaTrackingSite?hl=de

Insbesondere muss sichergestellt werden, dass die Besucherquelle in den iFrame mit übergeben wird. Geht die Information zur Besucherquelle während des Bestellprozesses verloren, wird die Conversion zwar allgemein als Ziel in Analytics gemessen, kann aber nicht mehr einem Kanal zugeordnet werden. Das bedeutet auch, dass Conversions, die aus einem Click auf eine AdWords Anzeige entstanden sind, nicht der AdWords Kampagne zugeordnet werden. Da kann schnell einmal eine eigentlich erfolgreiche AdWords Kampagne als Flop fehlinterpretiert werden, wenn die Conversions nicht korrekt zugeordnet werden.

Andreas Neumann

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