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Open Source und Social Media

24. Juli 2009 | AutorIn:martin_zelewitz

Nutzen Sie Firefox oder Google Chrome als Ihren Standard-Browser? Ja? Dann profitieren Sie bereits von der Open Source Welt. Die meisten AnwenderInnen wissen nicht, dass sie eine Open Source Lösung verwenden, die von Programmierern frei entwickelt wurde.

Was genau ist also eine Open Source Software?

Bei einer Open Source Software wie das Betriebssystem Linux, die Blogging Software WordPress oder die Browserlösung Mozilla ist der Quelltext im Gegensatz zu einer herstellergebundenen Software offen. Der Grundgedanke von Open Source Software entwickelte sich aus der Idee des freien Austausches von Wissen und Gedanken. Die Software kann, genauso wie Ideen, jedem frei zur Verfügung gestellt werden.

Bei einer Open Source Software können die AnwenderInnen das Programm unabhängig von seinen AutorInnen beliebig verändern und weitergeben, da der Quellcode jedem zugänglich ist. Die Freiheit der NutzerInnen ergibt sich unter anderem aus dem Verzicht der Urheber oder sonstigen Rechtsinhaber, sowie aus dem Verzicht von Lizenzverträgen. Open Source Programme haben eine Lizenz als Grundlage, die den NutzerInnen umfassende Nutzungsrechte einräumen, aber auch unter einer sogenannten Copyleft-Vereinbarung (heißt: gleiche Lizenz für Open Source und Produkt) stehen.

Damit aber eine Open Source Software als solche verstanden wird, muss diese einige Kriterien erfüllen:

  • Der Quelltext muss in einer für den Menschen lesbaren und verständlichen Form offenliegen.
  • Die Software darf beliebig kopiert, verbreitet und genutzt werden.
  • Sie darf darüber hinaus verändert und in dieser veränderten Form weitergegeben werden.

Ein wesentlicher Vorteil von Open Source Software ist, dass die sogenannte „Community“ oder Entwickler-Gemeinschaft Zugriff auf den Quelltext hat. Dadurch können mögliche Probleme leicht erkannt und im besten Fall sofort behoben werden. Falls Sicherheitslücken gefunden werden, besteht die Möglichkeit Warnmeldungen ins Internet zu stellen, die als Frühwarnsystem fungieren.

Open Source Activity Map

Wir bei AVISEO nutzen selbst auch Open Source Anwendungen wie WordPress, das CMS (Content Management System) Typolight und oder die Shopsoftware Magento. Der Open Source Gedanke hat sich auch auf das Web2.0 ausgewirkt. So stellt Google alle seine Anwendungen (Analytics, Maps, Video) kostenlos zur Verfügung, verlangt aber im Gegenzug die Freigabe der Userdaten. Auch Wikipedia ist gewissermaßen Open Source, da jeder die Beiträge editieren kann, jedoch eine Community dahinter steht, die diese kontrolliert.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Open Source und Social Media?

Open Source ist die natürliche Plattform von Social Media und von sozialen Netzwerken. Mithilfe einer Open Source Software sind sowohl Download, Upload und alle weiteren Anwendungen einfach und transparent. Dabei kann man sehen wie andere mit den sozialen Netzwerken umgehen und von ihnen lernen. Gerade durch diese Fähigkeiten und die Offenheit von Social Media wird versucht, das Internet persönlicher zu gestalten, um die Interaktionsbeziehungen zwischen Menschen zu simulieren. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Vertrauen, denn ohne Vertrauen wird es schwierig einen Nutzer für sich zu begeistern.

Fehlannahme ist aber, dass durch Social Media die menschlichen Beziehungen beeinflusst werden können. Interaktionen über Social Media Plattformen finden einfach statt, aber können nicht im vornherein geplant werden. Denn die Menschen lassen sich nicht leicht dazu beeinflussen ihre Erfahrungen im Netz zu teilen oder zu veröffentlichen. Immerhin haben 2/3 der Internetuser kein Interesse Inhalte im Web zu produzieren.

Tipp: Regelmäßige Updates über Open Source und Web2.0 Anwendungen bietet das t3n Magazin, welches aller 3 Monate erscheint.

Martin Zelewitz

Martin ist spezialisiert auf SEO & Google AdWords. Bevor er die Aviseo GmbH gründete, war Martin Change Manager bei der AOK Hessen und Niederlassungsleiter Deutschland der Bene Consulting GmbH. Als Betriebswirt legt Martin Wert auf saubere Prozesse und ein sinnvolles Kosten-Nutzen-Verhältnis. Martin ist Certified Project Manager nach ipma und hält regelmäßig Vorträge, z.B. an der FH Salzburg, der werbeplanung.at-Academy oder dem Digital Brand-Manager Lehrgang. Martin ist glücklich verheiratet und hat eine Tochter. Ausführliche Informationen unter www.aviseo.at/martin-zelewitz

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