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Social Media Analogien

3. Juli 2009 | AutorIn:martin_zelewitz

Das Gerede über Social Media wird immer lauter, obwohl die Definitionen sehr weit reichen. PR-Experte Tilo Bonow schrieb nach den Frühjahrkonferenzen re:publica und next09: “Es entsteht eine Social Media-Kakophonie“. Heute sind mir gleich zwei Social Media Metapher begegnet. Zum einen vergleicht Martin Oetting in seinem Blog ConnectedMarketing.de Social Media über “Das Gesetz des Schulhofes”. Ausgehend davon, dass früher die wichtigen Meldungen über die Lautsprecheranlagen einer Schule durchgegeben wurden (als Analogie zu den Meldungen klassischer Medien), wird der Austausch unter den SchülerInnen auf dem Schulhof (Meinungsführer, Mundpropaganda) als Social Media bezeichnet:

Nun denk’ an unseren Schulhof. Dort gibt es bestimmte Leute, die immer eine größere oder kleinere Gruppe um sich versammeln können. Vielleicht, weil sie besonders charismatisch sind. Oder weil sie besonders gute Geschichten oder Witze erzählen können. Vielleicht sind sie auch besonders achtsam und picken die guten Nachrichten aus dem Durcheinander der Lautsprecheransagen heraus und vermitteln nur das Wissenswerte an die anderen. Oder sie sind Insider und kennen sich bei einem Thema ganz besonders gut aus. Ihre Reichweite liegt nicht an Lautsprechern, Verstärkern oder Wattzahlen. Ihre Reichweite liegt an Inhalten, Form und Farbe ihrer Kommunikation. Und hin und wieder schafft es einer von ihnen, dass sich eine Anekdote wie ein Lauffeuer durch die ganze Schule verbreitet. Ganz ohne Lärm, allein dank der Kraft der Worte oder der Idee.

Das ist “Social Media”.

Ich finde die Analogie ganz treffend, wenn wir über Word-of-Mouth-Marketing sprechen oder auch um virale Effekte zu erklären. Aber Social Media ist meiner Meinung nach online entstanden. Wo ist in dieser Metapher das Medium? Für “Social” passt es perfekt, aber Media? Dennoch finde ich die Analogie sehr günstig, um mit SchülerInnen/ Eltern das Thema anzugehen. In diesem Sinne großes Dankeschön und Lob dafür.

Die zweite Metapher lautet “Social Media is the new punk rock.” Leider kenne ich mich mit Punk nicht so gut aus. Wikipedia schreibt: “Der Ursprung des Punks liegt in den späten 1960er Jahren. Punk war vor allem eine Reaktion auf die Hippie-Bewegung. Er richtete sich gegen den friedvollen Idealismus und Optimismus der Hippies. Demgegenüber gab sich der Punk illusionslos und setzte auf offene Ablehnung und Brüskierung der Gesellschaft.”
Eine Gegenbewegung ist Social Media auf jeden Fall, wenn man sie als Emanzipation der Konsumenten versteht und als Gegenbewegung zu klassischen Medien. Gänzlich abgelehnt werden jedoch die Werte der Gesellschaft jedoch nicht, sondern nur neu gelebt, würde ich meinen.

Martin Zelewitz

Martin ist spezialisiert auf SEO & Google AdWords. Bevor er die Aviseo GmbH gründete, war Martin Change Manager bei der AOK Hessen und Niederlassungsleiter Deutschland der Bene Consulting GmbH. Als Betriebswirt legt Martin Wert auf saubere Prozesse und ein sinnvolles Kosten-Nutzen-Verhältnis. Martin ist Certified Project Manager nach ipma und hält regelmäßig Vorträge, z.B. an der FH Salzburg, der werbeplanung.at-Academy oder dem Digital Brand-Manager Lehrgang. Martin ist glücklich verheiratet und hat eine Tochter. Ausführliche Informationen unter www.aviseo.at/martin-zelewitz

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