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Sprungmarken für SEO?

26. Februar 2013 | AutorIn:lukas_peherstorfer

Sprungmarken oder Anker(HTML) sind Links, die beim Anklicken sofort an eine andere Stelle im Text springen ohne dass der User dafür extra nach unten scrollen muss. Typischerweise erkennt man Sprungmarken am Hashtag-Symbol also z.B. #anfang könnte bedeuten, dass der Link zum Seitenanfang führt. Mit Sprungmarken kann man prinzipiell überall hinspringen, egal ob mitten in den Text, zu einem Bild oder zu einer Überschrift.
Besonders sinnhaft sind Sprungmarken dann, wenn man eine Seite mit viel gegliedertem Text hat und diese nicht auf einzelne Unterseiten aufteilen will oder kann.

Der Einsatz von Sprungmarken ist relativ einfach:

  • Der Link an sich wird ganz normal definiert, lediglich vor dem Linkziel wird ein Hashtag gesetzt also zum Beispiel so:
    <a href=”#eindeutiger-bezeichner”>Klick mich</a>
  • Jetzt wird ein Anker definiert, zu dem dann gesprungen wird. Wichtig hierbei ist, dass der Name des Linkziels übereinstimmt.
    <a name=”eindeutiger-bezeichner”>Siehst du?</a>

Was bringt das ganze nun aus SEO Sicht?

Der Vorteil von Sprungmarken für SEO ergibt sich aus der Auswirkung auf die Suchergebnisse.  Google verwendet die Sprungmarken (bei der passenden Suchanfrage und passenden Keywords im Link) als ganz normale Links. Das folgende Beispiel zeigt wie es gehen könnte, die Suchanfrage hier war “kosten yachttransport”:

Sprungmarke in Google SERP

Bei Klick auf den Link kommt man sofort zum Unterkapitel “Kosten von Yachttransporten per LKW”:

Sprung zu Unterkapitel durch Sprungmarke auf Website

Am Anfang der Webseite sieht man die einzelnen Sprungmarken, ursprünglich gedacht als Inhaltsverzeichnis für die User:

Sprungamarken auf Website als Inhaltsverzeichnis

Anwendungsmöglichkeiten

Für die Praxis ergeben sich daraus 2 konkrete Einsatzszenarien:

  1. Eine Firma hat eine Seite mit sehr viel Content, dieser lässt sich aber nur schwer in Unterseiten aufteilen (entweder weil er der Content logisch zusammengehört oder die einzelnen Textpassagen nicht sonderlich spannend sind). Beispiele hierfür wären AGB’s, Leistungsbeschreibungen etc. Bei den AGB’s müsste man somit nicht noch einzelne Unterseiten erstellen, was natürlich weniger Aufwand bedeutet.
  2. Firma XY hat zentrale Keywords (z.B. Namen der Produkte) zu denen es jeweils verschiedene Eigenschaften, Bedingungen, Hinweise etc. gibt. Die Firma möchte sich nun aber auf eine möglichst starke Seite pro Produkt konzentrieren – hier kommen die Sprungmarken ins Spiel. Durch diese ist eine Abhebung in den SERPs (wie vorher gesehen) möglich und es können verschiedene Keywordkombinationen bedient werden.
    Beispiel: Firma XY verkauft den “Toaster 2000″
    • es gibt eine zentrale Seite mit allen Infos zum “Toaster 2000″
    • der Text wird gegliedert und mit Sprungmarken versehen
    • die einzelnen Bereiche wären dann z.B. “Technische Daten des Toaster 2000″, “Lieferbedingungen des Toaster 2000″, “Preise des Toaster 2000″ etc.

Lukas Peherstorfer

Lukas studiert Marketing und Electronic Business an der FH Steyr. Bei Aviseo ist er zuständig für die Weiterentwicklung des Google Plus Auftritts sowie für Aufgaben im Bereich SEO. Neben der Online-Welt ist Lukas aktiver Tennis-, Fußball und Golfspieler sowie Couchpotato.

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