ES

Google Analytics Verweis-SPAM

5. November 2015 | AutorIn:michael_wanger

Google Analytics Verweis SPAM

Sind meine Daten valide? Können diese Zahlen stimmen? Diese Fragen gehen wohl einem jedem das eine oder andere Mal durch den Kopf wenn man mit Google Analytics arbeitet.

Grundsätzlich sind die Daten in Analytics valide und zuverlässig, es gibt allerdings einen Bereich der fast immer mit falschen Zahlen bestückt ist: Der Verweis-Traffic!

 

Verweis-Spam

Der Grund hierfür ist der Verweis-Spam oder auch Referrer-Spam genannt. Domain-Spammer wie beispielsweise floating-share-buttons.com befüllen hierbei die Berichte mit nutzlosen und unbrauchbaren Sitzungen. Der Traffic-Anteil variiert natürlich je nach Seiten Größe, besonders aber kleinere Seiten kann der Verweis-Spam aber die Werte massiv verfälschen:

Google Analytics Verweis Spam

 

Nimmt man beispielsweise das obige Beispiel, so besteht der gesamte Verweistraffic nahezu vollständig aus Verweis-Spam. Dieser Umstand ist nicht nur nervig, sondern verhindert auch eine sinnvolle Auswertung des Website-Traffics.

 

Ist Verweis-Spam schädlich?

Grundsätzlich ist Verweis-Spam nervig, aber nicht unbedingt schädlich. Ich rate jedoch davon ab auf die entsprechenden Seiten zu klicken um zu sehen was sich dahinter verbirgt. Die Gefahr, dass sich über den Verweis-Spam Malsoftware einschleicht ist allerdings nicht vorhanden.

 

Was kann man gegen Verweis-Spam unternehmen?

Glücklicherweise kann man mit verschiedenen Filtern gegen den Verweis-Spam vorgehen. Das Erstellen des Filters ist hierbei nicht mit viel Aufwand verbunden. Was jedoch mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann ist eine vollständige Liste aller aktuellen Verweis-Spam Seiten zu erstellen. Die Filter können leider nur auf Seiten zugreifen, welche per Hand als Spam markiert werden.

 

Mein Fazit:

Verweis-Spam ist nervig und kann den gesamten Bericht zu Verweis-Traffic verfälschen, grundsätzlich ist man ohne Filter kaum davor geschützt das dieser Traffic nicht auch im eigenen Konto auftaucht. Um schnell zu überprüfen ob die eigene Seite von Verweis-Traffic betroffen ist, empfiehlt unter den Channels den Bereich Verweis / Referrer auszuwählen und im Suchfeld nach seo, button, free, share, sucks, money oder webmaster zu suchen. Man bekommt hiermit schnell einen guten Überblick. Danach die betreffenden Seiten einfach im Verweis-Spam Filter einfügen, damit hat man die identifizierten Seiten zumindest mal entschärft.

Veröffentlicht in Google Analytics |  0 Kommentare

Wo sind meine Conversions?
4 Tipps zur Conversion Messung bei verknüpften AdWords Konten

15. November 2013 | AutorIn:andreas-neumann

Vielen AdWords-Nutzern ist folgendes Szenario sicherlich gut bekannt: Tagelang hat man Keywords recherchiert, Anzeigentexte verfasst und Budgets festgelegt. Jetzt ist der große Augenblick gekommen. Die Kampagne startet. Schon nach wenigen Stunden sind die ersten Impressions und Clicks zu messen. Aber bei den Conversions ist noch tote Hose.

Hm, na gut, vielleicht brauchen die User noch ein bisschen, um Käufe zu tätigen oder Anfragen abzuschicken. Doch mit jeder Stunde, wo der Conversion-Zähler auf 0 verharrt, steigt auch die Nervosität. Oje, haben wir etwas übersehen, wurde bei der Implementierung der Cookies ein Fehler gemacht? Um in solch einer Situation nicht in Panik zu verfallen, habe ich eine kurze Checkliste zusammengestellt, an der man sich bei der Fehlersuche orientieren kann.

1. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – Testen Sie Ihre Conversions!

Dieser Punkt ist ein absolutes Muss bei jeder auf Conversions ausgerichteten AdWords Kampagne. Natürlich sollte bereits im Vorfeld geprüft werden, ob alle Codes richtig implementiert sind. Dies entbindet einen jedoch nicht von der Verantwortung, nach Start der Kampagne noch einmal jede zu messende Conversion einzeln zu testen.

Wichtig dabei: Dokumentieren Sie Ihre Conversion Tests! Und zwar aus zwei Gründen. Zum einen können Sie im Falle eines Messfehlers die Conversion anhand Ihrer Dokumentation reproduzieren, was bei der Fehlersuche unglaublich viel Arbeit ersparen kann. Zum anderen sollten Sie beim Reporting Ihre Test-Conversions wieder herausrechnen. Was hilft Ihnen eine traumhafte Conversion Rate und unglaublich niedrige Costs per Conversion, wenn die Hälfte der Conversions aus Tests resultieren. Übertreiben Sie es deswegen beim Testen nicht. Ein Test pro Conversion-Art reicht im Normalfall aus. Werden Conversions nicht gemessen, muss natürlich so lange getestet werden, bis das Problem behoben werden konnte.

2. Wo bleiben die Daten? – Messung der ConversionsMenupunkt-AdWords-Kampagnen-in-Google-Analytics

Sind die Testconversions abgegeben worden, muss als nächstes überprüft werden, ob die erstellten Testconversions auch von den Mess-Tools korrekt erfasst worden sind. Dabei gilt es folgendes zu berücksichtigen:Der Weg der Conversions von Google Analytics in Ihr AdWords Konto dauert in der Regel 2 Tage.

Das bedeutet, dass Sie an den ersten beiden Tagen nach Kampagnenstart erst einmal überhaupt keine Conversion in Ihrem AdWords-Konto sehen werden. Da können so manchem Kontobetreuer schon die Schweißperlen auf die Stirn treten. Ein Blick in den verknüpften Analytics Account gibt aber dann meist Anlass zur Beruhigung.Gehen Sie in Ihren Google Analytics Account und sehen Sie unter dem Punkt Akquisition /AdWords / Kampagnen nach. Dort können Sie alle Conversions einsehen, die zwei Tage später auch in Ihr AdWords-Konto übertragen werden (natürlich zu dem jeweils passenden Tag).

Ein Beispiel: Eine Onlinebestellung, die am 01. November abgegeben wurde, ist innerhalb weniger Minuten auch im Analytics Konto zu sehen. Im AdWords-Konto werden am 01. November jedoch noch keine Conversion angezeigt. Am 3. November ist die Conversion dann jedoch zu sehen, wenn Sie die Daten vom 01. November aufrufen.

Sind im Analytics Konto die AdWords Zahlen zu sehen, können Sie sich entspannt zurücklehnen und warten bis die Daten zwei Tage später auch in AdWords eintrudeln. Sind im Analytics-Konto jedoch keine Daten zu finden, dann besteht Handlungsbedarf.

3. Zeig mir deine Cookies! – Track-Events kontrollieren

Prüfen Sie alle Seiten, auf denen eine Conversion ausgelöst werden sollte. Dort muss das Trackevent gesetzt werden und zwar genau so, wie das entsprechende Ziel im Google Analytics Account definiert worden ist. Fehlt dieser Tracking Code auf der Seite, wird kein Ereignis gemessen, somit in der Folge auch kein Ziel und keine Conversion.

Ein Tool mit dem sich auf einen Blick feststellen lässt, ob überhaupt ein Analytics oder Adwords Conversion Code eingebunden ist, heißt Ghostery. Dieses Addon für Firefox und Google Chrome zeigt beim Aufruf einer Seite per Overlay-Einblendung am Bildschirmrand an, welche Tracking-Cookies auf der Website in Aktion sind. Was eigentlich als Hilfstool zum Blockieren unerwünschter Third-Party-Cookies gedacht ist, lässt sich so auch angenehm zur Kontrolle vorhandener Tracking-Codes  anwenden.

Ghostery-Overlay-auf-aviseo-at

4. Über Grenzen hinweg – Cross Domain Tracking

Findet die Conversion nicht auf Ihrer Website direkt statt, sondern bspw. in einem iFrame einer Third-Party-Website, so ist darauf zu achten, dass das Cross Domain Tracking korrekt umgesetzt wurde. Eine genaue Anleitung dazu finden Sie hier: https://developers.google.com/analytics/devguides/collection/gajs/gaTrackingSite?hl=de

Insbesondere muss sichergestellt werden, dass die Besucherquelle in den iFrame mit übergeben wird. Geht die Information zur Besucherquelle während des Bestellprozesses verloren, wird die Conversion zwar allgemein als Ziel in Analytics gemessen, kann aber nicht mehr einem Kanal zugeordnet werden. Das bedeutet auch, dass Conversions, die aus einem Click auf eine AdWords Anzeige entstanden sind, nicht der AdWords Kampagne zugeordnet werden. Da kann schnell einmal eine eigentlich erfolgreiche AdWords Kampagne als Flop fehlinterpretiert werden, wenn die Conversions nicht korrekt zugeordnet werden.

Veröffentlicht in Google Adwords, Google Analytics |  0 Kommentare

(not provided) bei 75% in Google Anayltics – Was nun?

25. September 2013 | AutorIn:gernot_schimek

Seit ziemlich genau zwei Jahren lässt sich in Google Analytics in den Keyword-Berichten ein Eintrag mit der Bezeichnung (not provided) finden, welcher alle Suchanfragen sammelt die über eine verschlüsselte Suche in Google abgesetzt worden sind (etwa durch in Google angemeldete Nutzer). Sehr zum Leidwesen vieler SEO nahm der Anteil der “verschluckten” Keywords stetig zu, bis Anfang September die Bombe einschlug: Laut notprovidedcount.com hat sich der Anteil von knapp 48% Ende August im Laufe des Monats September auf 75% erhöht – Tendenz steil nach oben. Google hat diesen Anstieg bestätigt, Grund dafür ist die flächendeckende Verschlüsselung der Suchanfragen aus Datenschutzgründen -  nicht zuletzt vor dem Hintergrund des PRISM-Skandales, wie von Searchengineland vermutet wird. Auch bei unseren Kunden konnten wir diesen Anstieg feststellen, hier ein Beispiel von einem Kunden aus dem Bereich Telekommunikation:

Starker Anstieg von (not provided): Besuche der organischen Suche (Blau) vs. Besuche mit (not provided)-Keywords

Konsequenz: Drei Viertel des organischen Traffics der Webseite geben keinerlei Informationen mehr über die betreffenden Keywords aus.

Viele SEOs stehen angesichts dieser Entwicklung vor einer schweren Krise, war doch die Auswertung der Keyword-Performance ein wesentlicher Teil des Controllings. Wenn also notprovidedcount.com hochrechnet, dass vor Ende dieses Jahres (not provided) einen Anteil von 100% erreichen wird, fallen die Reaktionen schon heftig aus. Gerade im englischsprachigen Raum wurden schon Boykottaufrufe gegen Google laut („Zeit um auf Bing zu wechseln!“) und selbst Rand Fishkin sagt in seiner Analyse zu diesem Thema:

„I think this is Google abusing their monopolistic position in the United States. Unfortunately, I don’t really see a way out of it. I don’t think marketers can make a strong enough case politically or to consumer groups to get this removed. Maybe the EU can eventually.“ (Rand Fishkin – When Keyword (not provided) is 100 Percent of Organic Referrals, What Should Marketers Do?)

Ich möchte an dieser Stelle kurz auf diese Reaktionen eingehen:

  1. In Amerika mag man vielleicht versucht sein Google komplett von seiner Seite zu verbannen (Bing liegt zwar weit hinter Google, hat aber mehr Marktanteile als in Europa), aber in (Mittel-)Europa ist das keine Option. Überhaupt: Aus unternehmerischer Sicht muss ich mich in dem Feld bewegen, wo meine Kunden sind, nicht in jenen, wo die Arbeitsbedingungen leichter sind. Perlentauchen kann ich schließlich auch nicht im Schwimmbad, auch wenn dort das Wasser vielleicht wärmer ist.
  2. Auch wenn Google in Europa kritisch beäugt wird – sowohl von Seiten der EU als auch auf nationaler Ebene – wird die Branche in diesem Fall keine Verbündeten hier finden. Im Anbetracht der Tatsache, dass Verschlüsselung – zumindest offiziell – aus Datenschutzgründen vorgenommen wird, wird die Öffentlichkeit keinen Grund dafür haben, sich in diesem Thema für die Interessen der SEOs zu engagieren. Die Frage „Soll Google mehr der von ihnen eingegeben Informationen an private Dritte übermitteln?“ wird allen berechtigten Begründungen zum Trotz von vielen Usern wohl negativ beantwortet werden.

Auch wenn viele Reaktionen vielleicht überzogen sind, hinterlässt der Anstieg von (not provided) eine spürbare Lücke bei den Controllingmöglichkeiten, die man als SEO hat. Allerdings kann man mit ein wenig Gespür und Geschick zwar die verlorenen Informationen zu den Keywords nicht 1-zu-1 ersetzen, aber trotzdem noch immer ganz gut den Erfolg seiner SEO-optimierten Webseiten mit Google Analytics einschätzen. Ich möchte hier einen möglichen Ansatz dafür vorstellen.

Trotz (not provided) möglich: Indirekte Erfolgsmessung der Keywords

Vorweg: Bedingung für eine indirekte Erfolgsmessung ist, dass man einen Überblick darüber hat, welche Seiten für welche Keywords optimiert sind bzw. für welche Suchanfragen die Seite Potential hat zu ranken (Brand-Begriffe, Long-Tail, usw.). Bei Seiten mit gutem SEO sollten diese Informationen vorhanden sein, bei neuen Seiten sollte man sich empirisch oder mit Hilfe von SEO-Tools einen Eindruck verschaffen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann man sich daran machen (not provided) zu „zerpflücken“. Denn obwohl (not provided) auf den ersten Blick stark aggregiert wirkt, kann man dennoch Ansätze zur Differenzierung des Traffic finden.

Interessant ist vor allem, wo mein Traffic von Google eigentlich bei mir ankommt. Wenn ich mir die Zielseiten der Keywords meines organischen Google-Traffics ansehe (etwa als sekundäre Dimension), kann ich schon sehr gut abschätzen, welche Suchbegriffe sich hier verbergen. Denn wenn eine Seite auf eine Begriffskombination optimiert ist und für diese in der Vergangenheit gut gerankt hat, tut sie es auch jetzt -  (not provided) ändert daran nichts. Natürlich erlaubt diese Betrachtung nur eine grobe Einschätzung des Erfolges der Webseite und verrät mir nicht mehr im Detail, welche expliziten Suchanfragen zu meinen Traffic führten, auch gewinne ich keinerlei Einblicke hinsichtlich Long-Tail mehr. Aber ich erkenne immer noch ob die Seite in der organischen Suche funktioniert oder nicht. Und da ich ja im Idealfall weiß, auf welche Begriffe die Seite optimiert wurde, kann ich so bei meinen Keywords gegensteuern.

Um den Erfolg einer Seite genauer beurteilen zu können, sollte natürlich immer die Rankingposition der jeweiligen Seite im Auge behalten werden. Diese Information lässt sich mit Hilfe eines benutzerdefinierten erweiterten Filter relativ leicht selbst in Google Analytics anzeigen, eine Anleitung findet sich dafür u.a. auf moz.com. Die angegebenen Rankingpositionen sind zwar nicht absolut zu sehen, da die Positionierung in den Suchergebnissen stark durch die personalisierte Suche beeinflusst wird und Sitelinks „mitgezählt“ werden, aber ich habe so die Möglichkeit, meine (not provided) Keywords wenigstens nach Position zu differenzieren. Dadurch kann ich nicht nur Veränderungen in Suchergebnissen überwachen (ohne auf externe Tools zurückgreifen müssen), sondern ich kann sogar mögliche Potentiale erkennen. Habe ich z.B. eine Seite auf einen Suchbegriff optimiert und bekomme ordentlich Traffic, liege aber häufig auf einer eher unteren Position auf den SERPs, mache ich irgendwas richtig. Vielleicht ist zu diesem Thema die Konkurrenz schwach und deshalb ist meine Seite trotz der unteren Platzierung interessant? Oder ist vielleicht mein Title und die Metadescription besonders gelungen? Hier lohnt es sich auf jeden Fall der Sache nachzugehen und mögliche thematische Potentiale oder Erfolgsrezepte für eine hohe CTR zu erkennen.

Zusammenfassend: Wenn man weiß, welche Zielseiten auf welche Keywords optimiert sind, kann man durch die Performance der Seite hinsichtlich Besuche über (not provided)-Keywords durchaus Aussagen über Erfolg oder Misserfolg der verwendeten Suchbegriffe treffen. Durch die Berücksichtigung der Rankingpositionen meiner (not provided)-Keywords ist es mir sogar möglich, eine qualitative Beurteilung zu erstellen, etwa hinsichtlich Darstellung in den SERPs und CTR.

Natürlich sind diese Informationen im Vergleich zu den „hard facts“, die Google Analytics früher zu Keywords lieferte, relativ schwammig. Wer genauere Zahlen möchte oder braucht, sollte hier (wie auch von Rand Fishkin vorgeschlagen) verstärkt auf Adwords, den Keywordstatistiken der Google Webmaster Tools oder andere Hilfsmittel setzen. Vielleicht sollte man sich aber auch mit den Gedanken anfreunden, dass die Zeit der auf Punkt und Beistrich überoptimierten Keywords vorbei ist. In einer Zeit, in der die personalisierte Suche, nicht zuletzt durch die Integration von Google+, immer größere Bedeutung gewinnt und daher einer Optimierung auf „neutrale User“ an Effekt verlieren wird, sollten vielleicht andere Zahlen und Kenngrößen zu Performancemessung von Seiten herangezogen werden. Hierzu möchte ich abschließend auf einen umfangreichen Artikel von Mario Hillmers verweisen, welcher hierzu einige Ansätze liefert.